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28.10.2020

Zum Angriff auf ein homosexuelles Paar mit Todesfolge in Dresden am 4. Oktober 2020.

Im Zuge der Ermittlungen zum tödlichen Messerangriff auf zwei Männer aus Nordrhein-Westfahlen am 4. Oktober 2020 in Dresden, durch einen als islamistisch eingestuften Täter, rückte nach Bekanntwerden der Lebenspartnerschaft der beiden Opfer das Motiv für die Tat in den Vordergrund und es wurde Kritik an den Behörden am möglichen Verschweigen eines homophoben Tatmotivs laut.

Hierzu Oliver Strotzer, stellv. Bundesvorsitzender der SPDqueer und Landesvorsitzender der SPDqueer Sachsen:

Es ist normal, dass sich die sächsischen Behörden, nach Übernahme der Ermittlungen durch den Generalbundesanwalt, nicht zum möglichen Motiv des Täters äußern. Dieses wird mit Sicherheit, im Zuge der Befragung des Täters durch die Bundesanwaltschaft und die Erstellung einer Anklage eine zentrale Rolle spielen, da es sich unmittelbar auf das Strafmaß auswirken wird. Ich gehe daher nicht davon aus, dass die Behörden ein mögliches homophobes Motiv des Täters unterschlagen wollen.

Dennoch lässt der Umgang der Behörden mit den Informationen zu den beiden Opfern zu wünschen übrig, was auf ein großes Maß an Unsicherheit schließen lässt. Die Tatsache, dass die beiden Männer eine Lebenspartnerschaft führten, hätte von Anfang mitgeteilt werden müssen, da es in Bezug auf das mögliche Tatmotiv relevant sein kann.

Unser tief empfundenes Beileid gilt dem Lebenspartner des Opfers sowie dessen Familie und Freunde. Wir wünschen dem schwer verletzten Lebenspartner schnelle und vollständige Genesung und erwarten eine umfassende und vollständige Aufklärung der Tat und des Motivs.