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22.11.2018

PM zur Präexpositions-Prophylaxe (PrEP) Zugang zur PrEP: diskriminierungsfrei, flächendeckend und kostenlos!

Die Präexpositions-Prophylaxe (PrEP) bezeichnet die präventive Einnahme von antiretroviralen Medikamenten zum Schutz vor einer möglichen HIV-Infektion bereits vor dem Eingehen risikobehafteter Sexualkontakte. Die Kosten für diese Präventionsmaßnahme werden derzeit nicht von den Krankenkassen übernommen. Mehrere Bundesländer fordern eine Kostenerstattung an einen gesonderten Versorgungsvertrag mit Fachärzten zu koppeln. Dies hätte zur Folge, dass die PrEP - falls die jeweilige Kasse den Vertrag abschließt - nur bei wenigen Fachärzten kostenlos zu erhalten wäre.


Die Arbeitsgemeinschaft für Akzeptanz und Gleichstellung (SPDqueer) lehnt diese Einschränkung ab und fordert die generelle Kostenübernahme in den Leistungskatalog der Krankenkassen für Menschen mit hohem HIV-Infektionsrisiko.


Die SPDqueer hat hier eine klare Position zur PrEP, die sie nach inhaltlichen Veranstaltungen im ganzen Bundesgebiet und ausführlicher Debatte ausgearbeitet hat. Die SPDqueer bekennt sich ausdrücklich zur PrEP als Teil einer ganzheitlichen Präventionsstrategie im Kampf gegen HIV und Aids, die auch das Kondom und den Schutz durch Therapie beinhaltet.
Die PrEP muss daher ebenso wie für (Schnell-)Tests auf HIV und andere sexuell übertragbare Erkrankungen Risikopatient*innen diskriminierungsfrei, flächendeckend und kostenlos zugänglich gemacht werden!