Unter dem Motto „Zusammen Vielfalt verteidigen“ startet die SPDqueer ihre diesjährige bundesweite CSD-Kampagne. In einer Zeit, in der queerfeindliche Angriffe zunehmen, demokratische Grundwerte unter Druck geraten und rechte Kräfte gezielt gegen Minderheiten mobilisieren, will die SPDqueer ein klares Zeichen für Solidarität, Sichtbarkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt setzen.
„Unser diesjähriges Motto ist weit mehr als ein Slogan für die Pride-Saison. Es ist ein politisches Versprechen“, erklärt Carola Ebhardt, Co-Bundesvorsitzende der SPDqueer. „Wir werden nicht zulassen, dass Freiheitsrechte zurückgedreht, queere Menschen zum Feindbild erklärt oder gesellschaftliche Gruppen gegeneinander ausgespielt werden. Vielfalt zu verteidigen heißt, Demokratie zu verteidigen.“
Die Kampagne macht deutlich: Queerpolitik ist kein Randthema. Sie ist Sozial-, Demokratie-, Innen- und Menschenrechtspolitik zugleich. Eine demokratische Gesellschaft muss sich daran messen lassen, wie konsequent sie ihre Minderheiten vor Diskriminierung, Hass und Gewalt schützt.
Deshalb verbindet die Kampagne politische Forderungen mit einem klaren gesellschaftlichen Auftrag. Solidarität und Zusammenhalt enden nicht bei wohlklingenden Worten oder Symbolpolitik. Sie zeigen sich in konkretem politischen Handeln:
- im konsequenten Schutz vor Hasskriminalität,
- in queer-inklusiver Bildung,
- in der vollständigen rechtlichen Gleichstellung queerer Familien,
- in einer diskriminierungsfreien Gesundheitsversorgung,
- in der verlässlichen Umsetzung des Selbstbestimmungsrechts,
- und in der ausdrücklichen Verankerung von sexueller und geschlechtlicher Identität in Artikel 3 des Grundgesetzes.
„Die Würde des Menschen ist unantastbar – und das gilt selbstverständlich auch für queere Menschen“, so Oliver Strotzer, Co-Bundesvorsitzender der SPDqueer. „Dass sexuelle und geschlechtliche Identität bis heute nicht ausdrücklich im Grundgesetz geschützt werden, ist eine Leerstelle, die endlich geschlossen werden muss.“
Die SPDqueer betont zudem den politischen Charakter der Christopher Street Days. CSDs seien nicht nur Orte des Feierns und der Sichtbarkeit, sondern gerade in diesen Zeiten wichtige politische Demonstrationen und Protesttage.
„Solange queere Menschen Angst haben müssen, auf der Straße beleidigt, angegriffen oder ausgegrenzt zu werden, bleibt Pride politisch. Wir feiern unsere Vielfalt – aber wir demonstrieren zugleich für Sicherheit, gleiche Rechte und gesellschaftliche Teilhabe.“, erklärt Strotzer weiter.
Neben Social-Media-Aktionen und Kampagnenbeiträgen im digitalen Bereich will die SPDqueer vor allem mit ihrer Teilnahme an den CSDs während der gesamten CSD-Saison 2026 sichtbar machen, dass Solidarität die stärkste Antwort auf Hass, Ausgrenzung und Spaltungsversuche ist.
„Wir lassen nicht zu, dass soziale Sicherheit gegen Gleichberechtigung ausgespielt wird. Wir akzeptieren keinen Kulturkampf gegen Vielfalt. Und wir stellen uns entschieden gegen alle, die Freiheitsrechte Stück für Stück zurückdrehen wollen. Unsere Antwort darauf lautet: zusammenstehen, Haltung zeigen und Vielfalt verteidigen.“, fügt Franz Ellenberger an, der als stellvertretender Bundesvorsitzender der SPDqueer federführend die CSD-Kampagne betreut.
Die SPDqueer ruft dazu auf, sich bundesweit an den CSDs zu beteiligen und gemeinsam ein starkes Zeichen für eine offene, demokratische und solidarische Gesellschaft zu setzen.
Zusammen Vielfalt verteidigen – laut, sichtbar und solidarisch!
