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24.02.2015

Gleichberechtigung "Mit dem Zweiten sehen wir schlechter"

© SPD - AG Schwusos

Zu den Diskussionen um einen Vertreter aus der lesbisch-schwulen Community im Fernsehrat des ZDF erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Lesben und Schwulen in der SPD (Schwusos), Ansgar Dittmar:

"Es ist richtig, dass der ZDF-Fernsehrat staatsferner werden soll. Weil das Bundesverfassungsgericht bereits im März 2014 festgestellt hat, dass der ZDF-Staatsvertrag teilweise verfassungswidrig ist, muss nun der Politiker-Anteil im Fernsehrat reduziert werden. Schön ist es, dass die Länder eine Neuregelung angehen. Dass jedes Bundesland künftig in den Fernsehrat einen Vertreter einer gesellschaftlichen Gruppe entsendet ist zu begrüßen. Aber warum wird die gesellschaftliche Gruppe der Lesben und Schwule in dem Gremium nicht vertreten? Sehen wir mit dem Zweiten schlechter?

Schwule und Lesben sind eine gesellschaftlich relevante Gruppe und gehören in den Fernsehe rat wie "Migranten", "Menschen mit Behinderung" und "Heimat und Brauchtum". Wir fordern die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten auf, diese Diskriminierung zu erkennen und zu beseitigen.

Unsere Medienlandschaft und im Besonderen die öffentlich-rechtlichen Anstalten, sind wichtig Kommunikatoren in Sachen Akzeptanz, Toleranz und Aufklärung in der Bundesrepublik Deutschland und dieses Akzeptanz und Toleranz zu fördern gehört ein schul- lesbischer Vertreter in den ZDF-Fernsehrat!"