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27.01.2020

Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des NationalsozialismusGedenken an die Opfer des Nationalsozialismus – Es darf kein erneutes Schweigen geben!

Seit 1996 wird am 27. Januar an die Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Neben den Millionen ermordeten Jüd*innen sind dies auch Euthanasieopfer, Sinti und Roma, Kommunist*innen, Sozialdemokrat*innen und Homosexuelle. Historischer Hintergrund ist die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945.

Hierzu die kommissarischen Bundesvorsitzenden der SPDqueer, Carola Ebhardt und Elia Scaramuzza:

Das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus mahnt uns, die Würde jedes einzelnen Menschen zu achten. Antisemitismus, Rassismus und Antiziganismus wollen und werden wir genauso wenig hinnehmen wie Homo-, Bi- und Trans*-Feindlichkeit. Daher ist eine klare Haltung gegen Hetze und Populismus gefragt!

Lesbische Frauen, schwule Männer und andere queere Menschen mussten sich im Dritten Reich verstellen und ihre sexuelle Identität verbergen. Sie wurden unwürdig behandelt und ermordet. Das begangene Unrecht reichte dabei etwa in Form des verschärften §175 noch weit über die Nazi-Herrschaft hinaus. Lange Zeit wurden Schicksale totgeschwiegen. Das gilt auch für den Bundestag: Seit mehr als zwei Jahrzehnten gedenkt er der Opfer des Nationalsozialismus, noch nie wurde dabei explizit an die verfolgten Homosexuellen erinnert. Als Sozialdemokrat*innen wollen wir dazu beitragen, dass es kein erneutes Schweigen gibt. Wir schauen nicht weg und wir schweigen nicht, wenn Lesben, Schwule, Bisexuelle sowie trans*, inter* und andere queere Menschen angegriffen, wenn sie Hass, Hetze, Ausgrenzung oder Diskriminierung ausgesetzt werden. Daher sprechen wir uns dafür aus, dass im kommenden Jahr bei der Gedenkstunde im Deutschen Bundestag erstmals ausdrücklich an die queeren Opfer der Nationalsozialismus erinnert wird.